Über Lang Lang
Im Jahr 2012 wurde er im Time Magazine zu den  „Time 100“ gezählt, den „100 most influential people in  the  world“.  Er wird als ein Symbol für Chinas Jugend im Aufbruch gesehen, überbrachte die olympische Fackel in London 2012, ist UNICEF Botschafter und hat dazu beigetragen, dass über 40 Millionen chinesische Kinder mit dem Klavierspielen angefangen haben – Lang Lang, der heute zu den profiliertesten Klaviervirtuosen gehört und inzwischen schon als „Phänomen“ empfunden wird.

Es war durchaus ein langer Weg (seine bei Random House erschienene Biografie trägt den Titel „Journey of a thousand miles“), und es brauchte große Hingabe für einen Jungen aus Shenyang, um hierhin zu kommen. Er begann mit drei Jahren mit dem Klavierspiel um mit fünf Jahren zum ersten Mal öffentlich zu spielen. Mit neun Jahren ging er auf das Musikkonservatorium in Beijing,  und mit dreizehn spielte er die kompletten Etuden von Chopin in der Beijing Concert Hall. Dann war es Zeit, das  Heimatland zu verlassen und am Curtiss Institute of Music in Philadelphia die Ausbildung fortzusetzen.  Sein Weg ging weiter über renommierte, internationale  Musikinstitute. Der große Moment kam mit siebzehn, als er  kurzfristig den berühmten Andre Watts ersetzen musste, um ein Tschaikowski - Konzert mit dem Chicago Symphony Orchestra in der „Gala of the Century“ zu spielen. Das machte ihn praktisch über Nacht zum Star, und das Interesse der großen internationalen Konzerthäuser war ihm ab jetzt sicher.

In seinen eigenen Worten lag der Antrieb dafür in der Inspiration. Zunächst waren es Komponisten wie Liszt und Chopin, und in der Essenz sind sie bis heute seine Inspiration, selbst wenn sein Name inzwischen auch im Zusammenhang mit dem Soundtrack für den  Computerspiel – Blockbuster „Gran Tourismo 5“  für Furore gesorgt hat. Die Inspiration bleibt, und angeblich war es der Tom und Jerry Cartoon „The  Cat Concert“, der ihn als Kind zum ersten Mal zu der Musik von Franz Liszt führte.

Die Karriere, die folgte, war beispiellos. Die Namen, die seinen Weg bis heute begleiteten, sind prominent, wie z.B.  Seiji Ozawa,  Mariss Jones,  Christoph Eschenbach,  Sir Simon Rattle oder Placido Domingo. Er spielte für Könige und Präsidenten, bei der Verleihung der Nobelpreise, trat in zahllosen Fernsehshows auf und spielte Open Air Konzerte im Münchener Olympia Stadium, im Central Park in New York, in der Hollywood Bowl in Los Angeles, auf dem Theaterplatz in Dresden oder auf der Trabrennbahn in Hamburg.

Da er selber als Kind seine Karriere begann, hält sein Engagement für Kinder in aller Welt auch bis heute an. Dazu gehören Charity Konzerte in Kinderkrankenhäusern, Tutorials für Nachwuchspianisten, und 2009 spielte er zusammen mit drei Klavierschülern zwischen 6 und 10 Jahren  in der Oprah Winfrey Show „Oprah`s serach fort the world´s most smartes and most talented kids“.  Dass heute eine Lang Lang International Music Foundation existiert, ist daher nur ein logischer Schritt. Ihr Ziel ist es,  junge Talente zu fördern und das Interesse an klassischer Musik neu zu wecken.

2011 wurden die Lang Lang Music World in Chongqing und Shenzhen eröffnet. Es handelt sich hier um multifunktionale Kunstzentren, wo sich natürlich alles um die Klavierausbildung dreht. Lang Lang empfindet seine Karriere bis heute als ein Privileg, und mit all diesen sozialen Engagements versucht er, so viel wie möglich davon zurück zu geben.

Neben all diesen Tätigkeiten zählt er heute zu den profiliertesten Musikern, und seine Aufnahmen gewannen bis heute viele Preise, 2007 führte das zu einer Nominierung für den Grammy® Award.
Er wurde somit der erste chinesische Künstler, der für eine Auszeichnung als Solist nominiert wurde.

Seit  2010 hat er einen Exklusivertrag als Solokünstler bei Sony Klassik, wo er 2012 „The Chopin Album“  herausbrachte.  Ganz aktuell folgte jetzt „Prokovjew/Bartók: Klavierkonzerte“.